Ökumenische Bibelwoche – Den Reichtum des Wortes Gottes erfahren

Ein High-Light unserer ökumenischen Zusammenarbeit ist die  Ökumenische Bibelwoche. Sie hat in Ulm eine langjährige Tradition und wird federführend von den beiden evangelischen (Münstergemeinde/Paulusgemeinde) und den beiden katholischen (St. Georg/St. Michael zu den Wengen) Innenstadtgemeinden gestaltet. Die Bibelwoche wird mit einem gemeinsamen Gottesdienst eröffnet. Für die einzelnen Veranstaltungen lassen sich die Gemeinden jedes Jahr kreative Formate einfallen.

So stand im Jahr 2020 die Ökumenische Bibelwoche unter dem Motto “Hoffnungsvoll weitergehen”.
Alle waren eingeladen sich auf den Weg machen. In jeder Kirche war thematische eine Station zum vorbereitet.

  • St. Michael zu den Wengen: “Gott segne und beschütze dich”
  • Ulmer Münster: “Ich will dich segnen und du sollst ein Segen sein”
  • Haus der Begegnung: “Und siehe, es war sehr gut?! – Gottes Segen für die Schöpfung und Anfragen an seine Treue angesichts der aktuellen Krisen”
  • St. Georg: “Jakobs Kampf – Ringen um Vertrauen in Gottes Nähe”
  • Pauluskirche: “Und ob ich schon wanderte im finsteren Tal” – Lichtblicke und lichte Segensworte

Wir danken der Evangelischen Münstergemeinde, der Evangelischen Paulusgemeinde und dem Haus der Begegnung für die ansprechende Aktion und für das gemeinsame Miteinander.

Themen

Themen der Bibelwoche im Überblick:

  • Die Psalmen (2012)
  • Das Markusevangelium (2013)
  • Die Josefs-Erzählung aus dem Buch Genesis (2014)
  • Der Galaterbrief (2015)
  • Das Buch Sacharja (2016)
  • Jesus und .. (zum Matthäusevangelium) (2017)
  • Das Hohelied der Liebe (2018)
  • Philipper-Hymnus (2019)
  • Hoffnungsvoll weitergehen (2020)

Gemeinsame Aktionen

Eine Aktion der besonderen Art gab es mit der “Kunstbrücke” in der Fastenzeit 2021 zwischen St. Georg und der Pauluskirche. Beide Kirchen verhüllten das Kreuz in alter Tradition und beide zeigten dabei moderne Kunst. Die Installation “SPUREN_SUCHE” der Künstlerin Marianne Hollenstein zeigte in der katholischen Georgskirche die Dynamik, die sich nach Tod und Auferstehung in der Welt ereignet.
In der evangelischen Pauluskirche war zeitgleich das Bild “Raum 608: Abendmahl, 2009” von Ben Willikens zu sehen. Das Bild – eine Paraphrase auf Leonardo Da Vincis weltbekanntes Mailänder Fresko – stellt die Frage nach der Abwesenheit Gottes in der Passion und der Welt.
Zahlreiche Menschen nutzten die Passionszeit zu einem “ökumenischen Kunstspaziergang” und ließen sich durch die beiden eindrucksvollen Darstellungen inspirieren.

Vesperkirche

Jährlich öffnen sich die Türen der evangelischen Pauluskirche für vier Wochen mitten im Winter. Dann wird die Pauluskirche zur Vesperkirche und beherbergt das, was die Kirche schon immer praktiziert: eine Mahlgemeinschaft unter dem Segen Gottes. Hier finden sich Menschen zusammen, die sonst in ganz anderen Räumen leben und wirken: Menschen unterschiedlicher Konfessionen und Nationen.

Die Vesperkirche ist ein kostbarer Mosaikstein unserer ökumenischen Zusammenarbeit. Das katholische St. Anna-Stift liefert im Durchschnitt 500 Essen pro Tag, evangelische und katholische Seelsorgerinnen und Seelsorger stehen täglich für Gespräche zur Verfügung.

In einem beeindruckenden Gottesdienst begingen wir am 22. Januar 2020 ein Jubiläum: Wir gratulieren zu 25 Jahre Vesperkirche”!

Hand in Hand

Das ökumenische Projekt „Hand in Hand“ bietet unter dem Aspekt „Leben teilen – Zukunft meistern“ Gelegenheit zur Begegnung.

Ökumenischer Arbeitskreis

Der ökumenische Arbeitskreis pflegt die nachbarschaftlichen Verbindungen der Georgsgemeinde mit der evangelischen Paulusgemeinde.