Seit 1982 besteht eine Gemeinde-Partnerschaft zwischen unserer Gemeinde St. Georg und der Gemeinde San Pedro in Cajamarca in Peru. Wir haben uns vorgenommen, diesen in bitterer Armut lebenden Mitchristen nicht nur durch unsere Spenden zu helfen. Wir wollen versuchen: Miteinander zu teilen, Voneinander zu lernen, Füreinander einzustehen und als Glieder einer Kirche gemeinsam zu glauben. Ist eine solche Partnerschaft möglich trotz der riesigen Entfernung, trotz unterschiedlicher Sprache und Kultur, trotz enormer sozialer Unterschiede und trotz unserer menschlichen Trägheit? Wir haben auf beiden Seiten angefangen, an der verbindenden Brücke zu bauen.

Arbeit vor Ort

Mütterclubs

In den Stadtrandgebieten von Cajamarca leben viele, teils unvollständige, Familien in ärmsten Verhältnissen. Die Frauen haben sich hier in “clubes de madres” organisiert. Sie treffen sich wöchentlich zu gemeinsamer Arbeit, Gespräch und Gebet, sowie zu Alphabetisierungskursen, die von jungen Lehrerinnen betreut werden. Auch Gesundheitsfortbildung findet statt. Einmal im Monat werden mit finanzieller Unterstützung aus St. Georg zusätzliche Lebensmittel gemeinsam eingekauft und verteilt.

Die Namen der acht Mütterclubs: Urubamba, Barrio Delta, Shaullacocha, Alto Hualanga, Bajo Hualanga, Atahualpa, Tupac Amaru.

Kindergärten

Der Kindergarten “San Pedro de Urubamba” mit zwei Gruppen von je 30 bis 40 Kindern ist in der Casa Urubamba untergebracht, die mit Spenden aus Ulm erworben und ausgebaut werden konnte. Die Gehälter der Leiterin, einer weiteren Erzieherin und einer Helferin werden ebenfalls aus Spenden bezahlt. Zwischen diesem Kindergarten und unserem Kindergarten “Eichenhang” hat sich eine Brieffreundschaft angebahnt.

Ein weiterer Kindergarten im Haus San Vicente, der vor Jahren mit finanzieller Unterstützung aus Ulm entstand, wird von einer Schwestern–Kongregation betreut. Die Erzieherinnen dort werden vom peruanischen Staat bezahlt.

Campesino-Gemeinschaften

Bauern aus den umliegenden Bergen haben sich zu der “Asociación: El Cumbe” zusammengeschlossen. Sie kaufen gemeinsam Saatgut ein und bearbeiten ihre kargen Äcker in Gemeinschaftsarbeit. Es werden hier in Höhen über 3000 m noch Kartoffeln, Getreide Hülsenfrüchte angebaut. Die spärlichen Ernteerträge sind immer wieder durch Naturkatastrophen wie den “El Niño” gefährdet.

Einmal im Monat kommen Vertreter und Katecheten der Campesino-Gemeinschaften zu einem Treffen in der Stadt oder in einer der Gemeinschaften zusammen zu gemeinsamer Arbeitsplanung, Weiterbildung und Gottesdienst.

Zu den von den Campesinos selbst gewählten und organisierten und von St. Georg unterstützten Aktivitäten gehörten in den letzten Jahren:

  • der Bau von Bewässerungskanälen
  • der Kauf von Saatgut und Zuchtvieh
  • die Durchführung von Grundkursen in Holz- und Metallbearbeitung
  • die Einrichtung entsprechender einfacher Werkstätten, um z.B. Särge, Türen für die Lehmhütten und Pflugscharen selbst herstellen zu können

Die Namen der 14 Campesino-Gemeinschaften: Urubamba, Ashupata, Callatpampa, Monterey, San Cristobal, Corral Blanco, Catache, Cushunga, Ventanillas, Sexemayo Bajo, Sexemayo Alto, Ronquillo, Corisorgona.

Kontakt

Unsere Ansprechpartnerin in Cajamarca, Sra. Olivia Velarde, kann krankheitsbedingt die verantwortungsvolle Aufgabe nicht mehr ausüben. Wir sind ihr zu großem Dank verpflichtet und wünschen ihr alles Gute und Gottes Segen.

Eine neu gegründete „Gruppe Partnerschaft“ hat ihre Aufgabe übernommen. Zu dieser gehören: Padre David, Cathy Lanatta, Sonia, Liliana und Chana Guevara und als Ehrenmitglied Sra. Olivia. Wir sind überzeugt, dass die „Gruppe Partnerschaft“, die Arbeit von Sra. Olivia genauso gewissenhaft und mit gleicher Freude zum Wohle des Kindergartens, der Mütterclubs und der Campesinos fortführen wird.

Gemeinde St. Pedro

Cajamarca, eine Stadt in 2.750 Metern Höhe im nördlichen Andenhochland Perus, hat mit den Stadtrandgebieten ca. 130.000 Einwohner.

Die Pfarrkirche San Pedro liegt im Zentrum der Stadt, das Pfarrgebiet erstreckt sich über die Armenviertel am Stadtrand bis weit hinauf in die umgebenden Berge bis in 4000 Metern Höhe. Hier leben die Campesinos, Menschen indianischen Ursprungs, als Stadtrandsiedler oder als Bergbauern in Dorfgemeinschaften, bis zu sieben Fußstunden von der Stadt entfernt und mit Fahrzeugen kaum erreichbar.

Info-Material

Broschüre

Gemeinsam auf dem Weg:
25 Jahre Partnerschaft San Pedro – St. Georg

In 20 Einzelbeiträgen mit vielen Bildern wird eine gute Übersicht über alle Aspekte der Partnerschaft, von der Zielsetzung bis zu den Finanzen vermittelt. Erhältlich im Pfarrbüro St. Georg.

Bücher

Die globale Verantwortung
Hrsg. von Elmar Klinger, Willi Knecht, Ottmar Fuchs.
Echter Verlag, Würzburg 2001. ISBN 3-429-02391-2

Die Kirche von Cajamarca – die Herausforderung einer Option für die Armen in Peru
Dr. W. Knecht
LIT Verlag, Münster, 2006, 360 Seiten, ISBN 3-8258-8900-9

Links

Webring Peru

Hier finden sich viele weitere Internetseiten von Partnergruppen, Organisationen, Reiseveranstaltern mit vielen interessanten Informationen.


Städte-Partnerschaft Treptow Köpenick – Cajamarca

Aktuelle Nachrichten, meist spanisch, teilweise deutsch.


Kampagne Bergwerk Peru – Reichtum geht – Armut bleibt

Über die Goldminen-Problematik informiert die von deutschen Peru-Gruppen und Organisationen gegründete Kampagne auf Ihrer Internetseite. Dort findet man auch Medien zum Thema, darunter eine Ausstellung, die mit Bild und Text über die Bergbau-Probleme Perus informiert.

Spendenkonto

Für Spenden, die unseren Partnern in Peru zu Gute kommen sollen, haben wir ein eigenes Konto bei der Ulmer Volksbank eingerichtet.
Für Ihre Spende herzlichen Dank im Namen der Kinder, der Mütter und der Campesinos.

IBAN: DE92 6309 0100 0063 0400 00

BIC: ULMVDE66

Empfänger: Gemeinde St. Georg Ulm, Missions-AK

Wenn Sie auf der Überweisung Ihre vollständige Adresse angeben, wird Ihnen bei Beträgen über 100,00 € automatisch eine Spendenbescheinigung fürs Finanzamt zugesandt. Für alle Beträge unter 100,00 € wird automatisch zum Jahresende eine Sammelbescheinigung erstellt.